Haushaltshilfen

Pflegekraft aus Polen bzw. Osteuropa suchen


Auswahl der osteuropäischen Pflegekraft

 

Haben Sie sich entschieden, selbst oder für einen Angehörigen eine osteuropäische Hilfskraft zu beauftragen, sollten Sie auf folgendes achten:

 

1. Wie viel Betreuung ist notwendig?

 

Bevor Sie sich für eine Haushaltshilfe bzw. Pflegekraft aus Polen oder Osteuropa entscheiden, sollten Sie realistisch überlegen, welcher Betreuungsbedarf gegenwärtig besteht und in Zukunft voraussichtlich abgedeckt werden muss. Können die Familie, Freunde oder Nachbarn das übernehmen oder bedarf es einer externen Kraft? Reicht evtl. ergänzend die Einschaltung eines ambulanten Pflegedienstes, der die medizinische Betreuung übernimmt und beim An- und Auskleiden und der Körperpflege behilflich ist oder ist es sinnvoll, dass jemand „rund um die Uhr“ da ist und auch etwa das Kochen übernimmt und mit dem Pflegebedürftigen Spaziergänge macht und sich ganz allgemein mit diesem beschäftigt?

 

 

2.  Einbindung des zu pflegenden Menschen

 

Wenn Sie darüber nachdenken, eine osteuropäische bzw. polnische Haushaltshilfe einzusetzen, sollten Sie in jedem Fall auch mit der betroffenen Person darüber sprechen. Sie sollten nicht über deren Kopf hinweg entscheiden und sie vor vollendete Tatsachen stellen. Auch wenn der Angehörige dement ist, sollten Sie versuchen, die Situation zu erklären. Die Bereitschaft des Pflegebedürftigen für eine solche Hilfe begünstigt ein gutes Miteinander. Er oder sie muss dazu bereit sein, die Haushaltshilfe (bei Bedarf) im eigenen Haus bzw. in der eigenen Wohnung mitleben zu lassen.

 

 

3. Räumliche Möglichkeiten überprüfen

 

Wenn Sie eine 24-Stunden-Betreuung möchten, müssen Sie die räumliche Situation kritisch überprüfen. Die osteuropäische Haushaltshilfe muss in jedem Fall ein eigenes Zimmer haben, das auch groß genug ist, um darin zu leben. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass eine Haushaltshilfe, die sich bei Ihnen bzw. Ihrem Angehörigen wohl fühlt, auch motivierter ist und somit eine bessere Betreuung bietet. Sie sollten daher auf jeden Fall der Pflegekraft einen angemessenen Wohnraum in der Wohnung zur Verfügung stellen können, in den sich diese auch einmal zurückziehen kann. Es ist eine erhebliche Belastung, einen anderen Menschen quasi rund um die Uhr zu pflegen. Gerade deshalb schalten Sie ja eine solche Haushaltshilfe ein. Überfordern Sie diese nicht und sorgen Sie für Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten. Dies kommt auch dem Betreuten letztendlich zugute.

 

 

4. Einschaltung einer Agentur oder Suche „auf eigene Faust“

 

Wenn Sie bereits im Bekanntenkreis jemand haben, der osteuropäische Haushaltshilfen einsetzt, können Sie diese gerne einmal ansprechen. Oftmals kennen diese weitere Frauen im Heimatland, die Interesse an einer Beschäftigung in diesem Bereich in Deutschland haben. Allerdings sind Sie dann etwas auf sich gestellt, wenn es darum geht, die Frauen sozialversicherungsrechtlich korrekt anzumelden.

 

Wenn Sie aber keine Verbindung zu Osteuropa haben, können Sie sich an eine Agentur wenden, die sich auf die Vermittlung von Haushaltshilfen spezialisiert haben. Eine gute Agentur analysiert die Wünsche und Anforderungen des Kunden und fertig in enger Absprache mit diesem ein maßgeschneidertes und individuelles Angebot. Neben der Beratung und Hilfe bei der Vertragsabwicklung gehören die Planung der An- und Abreise sowie Hilfe bei einem etwaig erforderlich werdenden Wechsel des Betreuungspersonals. Gerade wenn sich spontan ein Bedarf nach einer polnischen Haushaltshilfe ergibt, besteht zur Einschaltung einer Agentur keine realistische Alternative. Diese wird sich bemühen, so schnell wie möglich für Hilfe zu sorgen und oft ist bereits nach wenigen Tagen eine Haushaltshilfe organisiert.

 

 

5. Sprachkenntnisse der Pflegekraft

 

Wichtig ist es für den Betroffenen, dass er sich mit der Person, welche dauerhaft bei ihm lebt, verständigen kann. Sie sollten daher mit dem Vermittler abklären, wie gut die in Betracht kommende Pflegekraft die deutsche Sprache beherrscht.

 

 

6. Einbindung der Pflegekraft in das Familienleben

 

Binden Sie die Haushaltshilfe so gut es geht in das Familienleben ein. Sie ist nicht nur Arbeitskraft, sondern gehört im Laufe der Zeit mit zur Familie. Daher sollte es selbstverständlich sein, ihr zum Geburtstag zu gratulieren und ihr zu den Festtagen des Jahres evtl. auch mal das eine oder andere kleine Geschenk zu machen. Auch sollte man die Arbeit der Haushaltshilfe anerkennen. Allgemein gilt: Sorgen Sie für ein positives Klima – so kann die ganze Angelegenheit gelingen.

 

 

7. Wenn die „Chemie“ einmal nicht stimmt

 

Wenn einmal tatsächlich die „Chemie“ zwischen dem Betroffenen, dessen Angehörigen und der Pflegekraft nicht stimmt, sollten Sie nicht zögern, eine andere Pflegekraft bzw. Haushaltshilfe zu engagieren und der alten zu kündigen. Der Vermittler wird dafür Verständnis haben. Auch die betroffene Pflegekraft oder Haushaltshilfe wird es bei aller Enttäuschung über das Scheitern der Zusammenarbeit verkraften. Auch sie hat in der Regel ein Interesse daran, dass das intensive Zusammenleben einwandfrei funktioniert und wenn es menschlich nicht klappt, ist es ratsam, die Konsequenzen zu ziehen statt die Situation zu ignorieren bis es irgendwann eskaliert. Zum Glück sind das aber seltene Ausnahmefälle. In den allermeisten Fällen klappt das Zusammenleben, auch insbesondere aufgrund der Vorauswahl durch eine erfahrene Agentur, problemlos.