Haushaltshilfen

Haushaltshilfe "schwarz" oder legal beschäftigen


Haushaltshilfen schwarz beschäftigen?

 

Schwarzarbeit von Haushalthilfen ist auch heute noch weit verbreitet. Die Minijobzentrale hat errechnet, dass in mehr als vier Millionen Haushalten Haushaltshilfen arbeiten. Jedoch nur 242.000 der fleißigen Helfer in Haus und Garten sind offiziell angemeldet.

 

Zwar lehnen die Deutschen mehrheitlich Steuerhinterziehung ab und sind davon überzeugt, dass Schwarzarbeit der Gesellschaft schadet. Wenn es aber um ihre Haushaltshilfen geht, ist man weniger streng. In ca. jedem zehnten Haushalt wurde schon einmal jemand schwarz beschäftigt.

 

Dabei schädigt Schwarzarbeit uns alle – und für den Arbeitgeber ist die Beschäftigung einer unangemeldeten Haushaltshilfe nicht ohne Risiko. Wer seine Haushaltshilfe nicht anmeldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro rechnen. Zudem besteht die Gefahr, dass man bei einem Unfall seiner Haushaltshilfe später einmal zur Kasse gebeten wird.

 

Gründe gegen Schwarzarbeit

 

Steuervorteile und rechtliche Absicherung sind nicht die einzigen Vorteile einer Anmeldung. Jeder, der eine Haushaltshilfe beschäftigt, hat sich dafür entschieden, jemandem, der ihm zunächst unbekannt und fremd ist, Zutritt ins eigene Zuhause und damit den ganz persönlichen und privaten Lebensbereich zu verschaffen. Deshalb spielen neben der beruflichen Qualifikation und Erfahrung der Haushaltshilfe auch solche Faktoren wie Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit eine wesentliche Rolle. Nicht nur die Qualität der Arbeit, auch die “Chemie” muss stimmen, damit beide Seiten mit gutem Gefühl zusammenarbeiten können.

 

Haushaltshilfen sollten sich nicht auf Schwarzarbeit einlassen.

 

Wer schwarz arbeitet, ist nicht unfallversichert. Das ist jedoch nicht das einzige Problem: Auch Einzahlungen in die Rentenkasse fehlen. Auch wenn sich das erst im Alter bemerkbar macht: Man sollte bereits heute daran denken. Und auch eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall können Haushaltshilfen nur dann verlangen, wenn sie „offiziell“ angestellt sind.